Endodontie

Präzision in der Endodontologischen Zahnmedizin (Endodontie):

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Zahnillustration KopieDGET2EDA-Logo   

Aufbau eines Zahnes:

1. Oberer Bereich: Zahnkrone

2. Zahnschmelz (Elamenum)

3. Zahnbein (Dentin)

4. Zahnmark (Pulpa)

5. Zahnfleisch (Gingiva)

6. Wurzelelement (Cementum)

7. Zahnzement

15. Zahnwurzel, Blut- und Nervengefäße

Röntgenbild Zahnwurzel

Zahnbeschaffenheit röntgenologisch:

Endodontie bedeutet die zahnärztliche Behandlung des “Zahninneren”:

Es ist hilfreich, etwas über den Zahnaufbau zu wissen, um die Endodontie zu verstehen. Unter dem harten, weißen Zahnschmelz (Elamenum) liegt das weniger harte Zahnbein (Dentin). Darunter befindet sich das weiche Zahnmark (Pulpa). Darin sind im Bindegewebe Blutgefässe und Nerven eingebettet (dunkle, feine Zeichnung im Zahninneren). Die Zahnwurzel liegt unterhalb der Zahnkrone. Hier ist der Zahn im Zahnfach des Kiefers befestigt. Die feinen schmalen Ausläufer in die Zahnwurzel sind die Wurzelkanäle. Durch sie können Blutgefäße und Nervenfasern hindurch treten. Wenn die Pulpa durch Karies oder von Verletzungen betroffen ist, führt dies zu Schmerzen und kann weiterhin zu einer gefährlichen Schädigung des Kieferknochens führen. 

WurzekanäleBeispiel:

Wird das Innere des Zahnes durch Karies von Bakterien befallen, kommt es häufig zu schmerzhaften Entzündungen, die bis zur Wurzelspitze und von dort aus in den Kieferknochen wandern können. Ein solcher Zahn ist nur durch eine präzise Wurzelkanalbehandlung zu erhalten. Alle Bakterien im Inneren des Zahnes müssen entfernt, die Wurzelkanäle müssen dargestellt und gereinigt, sowie dicht verschlossen werden. 

Wird der Zahn nicht behandelt, kommt es durch ungebremste Bakterienvermehrung zu einer akuten oder chronischen Infektion. Diese können über einen längeren Zeitraum auch andere Organe beeinflussen und schädigen!

Eine Wurzelkanalaufbereitung gilt somit als wichtigste Möglichkeit den Zahn zu erhalten. Als Alternative bliebe nur die Entfernung des erkrankten Zahnes. 

Endodontie unter Mikroskop: Mikroskop2 Kopie

Um optisch alle Strukturen im Inneren des Zahnes zu erfassen ist es daher von großer Bedeutung, die Behandlung unter Mikroskop durchzuführen! Nur so werden evtl. zusätzliche Kanäle erkannt und können somit behandelt werden. Ansonsten besteht das Risiko, dass schwierig einsehbare Kanäle oder infiziertes Gewebe übersehen werden. Zudem ist es wichtig, dass hochwertigste Instrumente benutzt werden, um die Behandlung der Wurzelkanäle vornehmen zu können.

Die Wurzelkanalbehandlung wird häufig in zwei Schritten ausgeführt, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Wenn ein Zahn nicht behandelt werden kann, weil die Wurzelkanäle nicht zugänglich sind, kann endodontische Chirurgie trotzdem betroffene Problemzähne retten.

Die Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) schreibt: “Ist die Pulpa eines Zahnes geschädigt, besteht die einzige Alternative zur Wurzelkanalbehandlung in der Entfernung des Zahnes. Um die Kaufunktion wieder herzustellen und eine allmähliche Fehlstellung der Nachbarzähne zu verhindern, muss der entfernte Zahn durch ein Implantat oder eine Brücke ersetz werden. Egal wie leistungsstark moderner Zahnersatz sein kann, nichts ersetzt einen natürlichen Zahn.”