Was ist FZM?

  Funktionell-Ästhetische Zahnmedizin (FZM):

 

Schädeliiustration-Flyer

Was bedeutet „Funktionell-Ästhetisch“ in der modernen Zahnmedizin?

Die „Funktionell-Ästhetische Zahnmedizin“ (im Folgenden FZM) beschäftigt sich mit einem Topthema der modernen Zahnheilkunde: Die gesunde Funktion und vitale Stabilität der Zähne in einem biomechanisch einwandfreien Kausystem. 

Starke Zähne und physiologisch gesundes Kauen sind abhängig von den Zahnformen und einer stabilen Position der Kiefergelenke. Nur wenn diese Biomechanik klar verstanden wird, können gestörte Funktionen wieder voll hergestellt werden. Funktionelle Ästhetik ist in der Zahnheilkunde ein anatomisch logisches Konzept, das sehr umfangreich und interdisziplinär einzigartig ist. 

Um das komplexe Zusammenspiel zwischen den Zähnen, der Kaumuskulatur, den Kiefergelenken und den benachbarten Strukturen in Diagnose und Therapie bestmöglich zu berücksichtigen, sind fachspezifische Erfahrungen, wissenschaftlicher Austausch und fachkompetente Kooperationspartner notwendig. Die funktionellen Mechanismen unterschiedlicher Strukturen greifen wie Zahnräder ineinander und sind gegenseitig abhängig für eine physiologisch gesunde Form und Funktion.

anatomy illustration showing the back muscles

Was macht die Funktionell-Ästhetische Zahnbehandlung so einzigartig?

FZM ist die Synthese von optimaler Funktion und Ästhetik der Zähne nach dem Vorbild der Natur und beruft sich unter anderem auf die Studien der US-amerikanischen Zahnärzte-Vereinigung “Orognathic Bioesthetics International” (O.B.I). Die umfangreichen Studien reichen auf den Gründer Dr. Robert L. Lee zurück und wurden über Jahrzehnte von engagierten Zahnmedizinern, Zahntechnikern, Kieferorthopäden und Kieferchirurgen auf höchstem Niveau entwickelt.

Aus der “bioästhetischen Zahnheilkunde” (BIOÄSTHETIK) heraus, entwickelte sich ein interdisziplinäres Konzept der Funktionell-Ästhetischen Zahnmedizin (FZM). Diese beinhaltet eine profunde Diagnostik, eine adjustive Schienentherapie und ein biomechanisch logisches Behandlungskonzept der Zahnformen, unter Berücksichtigung digitaler Bildgebungsverfahren. Denn ein Kausystem funktioniert nur ohne pathologischen Verschleiß, wenn Zähne, Muskeln, sowie Kiefergelenke optimal zusammen arbeiten und mit dem muskuloskelettalen System harmonieren.

Die Eigenständigkeit der FZM bietet eine bioästhetisch zahnheilkundliche Lösung auf dem Fundament jahrzehntelanger Forschung in fachübergreifender Zusammenarbeit mit Zahntechnikern, Kieferorthopäden und Chirurgen. Darüber hinaus gehört zum Konzept der FZM die notwendige Berücksichtigung des gesamten Bewegungsapparates, da das Kausystem von der Gesamtheit des Skeletts und der Muskulatur nicht zu trennen ist. Wie Sie sehen können, veranschaulicht nebenstehende Illustration die Interaktion von Zahn bis Fuß über Kiefergelenk bis Hüftgelenk. Aus Gründen biologischer Logik entwickelte sich aus wissenschaftlicher Betrachtung heraus, eine Integration chirotherapeutischer Diagnostik und Behandlung, sowie strukturell osteopathischer Behandlungstechniken.

Weshalb ist eine gesunde Funktion so wichtig?

Heute werden bereits bei Jugendlichen durch Verschleiß abgenutzte Zähne sichtbar, was unbehandelt im Erwachsenenalter zu bleibenden Schäden führen kann. Häufig betrifft dies beginnend die oberen Schneidezähne und Eckzähne. Die Zähne werden kürzer, bekommen substanzdefekte und verlieren ihre gesunde Funktion. Die Ursachen sind beispielsweise durch fehlerhafte Füllungen und Kronen, durch Zahnfehlstellungen, durch Zahnverlust, durch schlecht sitzenden Zahnersatz, durch kieferorthopädische Überregulierung oder durch dysfunktionelles Zähneknirschen bedingt. Wie solche Verschleisserscheinungen enden können sehen sie hier:

Abrasionen

Wenn der Prozess fortschreitet, wird nach und nach mehr Zahnschmelz zerstört. Die Folge ist eine anwachsende funktionelle Störung, die in die Symptome einer “Craniomandibulären Dysfunktion” (CMD) hineinführt und sich über den Zahn- Kiefer- Kopfbereich multipel in andere Körperbereiche fortsetzt. So entwickeln sich beispielsweise Zahnlockerungen, Paradontitis, Kiefergelenkbeschwerden, Kopf- Nacken- und Gesichtsschmerzen, Wirbelsäulenprobleme, Ohrengeräusche, Augenprobleme, sowie Kau- Sprech- und Schluckschwierigkeiten oder auch Rückenschmerzen, Schwindel und Neuralgien.

Eine gestörte Funktion im Zahnbereich setzt sich biomechanisch häufig auf andere Bereiche des Bewegungsapparates fort und ist somit eine medizinische Indikation für andere Fachbereiche. Deshalb ist eine Zusammenarbeit dieser Fachbereiche zwingend notwendig, wenn ursächlich und dauerhaft behandelt werden will. Diese medizinische Notwendigkeit wird in der FZM berücksichtigt und wissenschaftlich verfolgt. Das Ergebnis sind formstabile Zähne in einem gesicherten Kausystem und in ausgeglichener Körperzentrik. Die Zähne haben ihre vertikal ausreichende Länge für ein gesundes Kaumuster. Sie finden in sicheren Kontaktpunkten stabil zueinander. Die Eck- und Frontzähne können ihre “führende Position” übernehmen. Die Seitenzähne erfüllen ihre Aufgabe.

Optimaler Biss Kopie

Wieso ist eine Funktionell-Ästhetische Zahnversorgung so unbekannt?

Zahnärzte sehen sich im steigenden Maße mit obig angeführten funktionell bedingten Problemen konfrontiert. In Deutschland leiden etwa 19 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen und anderen Beschwerden, die von Fehlfunktionen im Kausystem ausgehen. Die Zahl ist steigend. 

Funktionelle Störungen und Fehlbelastungen im Kausystem zählen heute nach Karies und Paradontitis zu den häufigsten Erkrankungen im Mund- und Kieferbereich. Auch in Europa steigen die gesundheitlichen Schäden, welche durch CMD verursacht werden stark an. Dem gegenüber steht nach wie vor eine klassische Reparatur-Zahnmedizin, die im Beschwerdekomplex der CMD symptomatisch arbeitet, ohne die tatsächliche Ursache umfassend genug angehen zu können. Dadurch bleiben verständlicherweise die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten begrenzt. Gerade in der komplexen restaurativen Zahnmedizin sind umfangreiche Behandlungen erforderlich, welche die engen Vorschriften der Kassenmedizin sprengen.

Die zahnmedizinischen Forschungen ermöglichen therapeutische Verfahren, welche vor Jahren noch undenkbar waren. Zur Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten für ein ganzheitliches Verständnis ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zusätzlich davon betroffener Fachärzte notwendig. Da dies im medizinischen Alltag schwierig um zu setzen ist, finden solche Lösungskonzepte selten statt und bleiben relativ unbekannt. Deswegen ist Aufklärung und faire Information dringlich für alle betroffenen Patienten, die häufig von Facharzt zu Facharzt wandern und keine ursächliche CMD-Therapie erfahren dürfen.

Worauf ist bei gerade bei der Funktionell-Ästhetischen Zahnheilkunde zu achten?

Achten Sie auf einen deutlich kommunizierten Qualifikations-Nachweis und auf eine profunde Erfahrung des behandelnden Zahnarztes! Funktionell restaurative Zahnmedizin verlangt eine intensive und fortlaufende Weiterbildung in Teamarbeit zwischen Zahnärzten, Kieferorthopäden, Zahntechnikern und Manualtherapeuten. Die wissenschaftlichen Prinzipien funktioneller Zahnmedizin, wie der Bioästhetik oder der FZM, bedürfen einer intensiven Auseinandersetzung mit neuesten Forschungsergebnissen. Zahnärzte, welche nach den Grundlagen der Bioästhetik arbeiten wollen, müssen beispielsweise in den USA eine aufwendige und lange Zusatzausbildung absolvieren und eng mit Zahntechnikern, Kieferorthopäden, Oral- u. Kieferchirurgen kooperieren.

Funktionell-Ästhetische Zahnmedizin

Funktionell-Ästhetische Zahnmedizin

Im unserer Praxis für Funktionell-Ästhetischen Zahnmedizin erfahren sie die gezielte Umsetzung einer bioästhetischen Zahnbehandlung, die sich auf über 15 Jahre Erfahrung und laufender Weiterbildung zum Thema CMD und restaurative Zahnheilkunde begründet. Darüber hinaus verbindet sich die FZM mit anderen medizinischen Fachdisziplinen. Daraus entwickelte sich die Integrative Zahnmedizin (IZM).

Frau Dr. Birgit Franz absolvierte Ende der Neunziger eine mehrjährige theoretische und praktische Ausbildung in der Academy of Bioesthetic bei der US-amerikanischen Zahnärzte-Vereinigung O.B.I (Orognathic Bioesthetics International) und schloss gemeinsam mit der BDT-Zahntechnikerin Monika Hampp aus Kempten die höchste Ausbildungsstufe ab. In den folgenden Jahren erarbeitete sich Dr. Birgit Franz ein großes Erfahrungsspektrum, was Sie dazu veranlasste eine Kooperationsgemeinschaft zum Thema FZM und CMD aufzubauen.

Ihre regelmäßige Fortbildung in den USA unterhält bis heute eine permanente Anbindung an die neuesten Entwicklungen der funktionellen Zahnheilkunde und lässt Sie teilhaben an den Erfahrungen zahnärztlicher Kollegen aus aller Welt. Ihre Ausbildung in “Struktureller Osteopathie” & “Sanfter Chiropraktik” im Dr. Paul Ackermann-College (Schweden) hat dazu geführt, dass auch Chiropraktik und Osteopathie interdisziplinär im biomechanisch logischen Konzept der Funktionell-Ästhetische Zahnmedizin mit eingebunden sind.  

Was unterscheidet unsere Praxis zum Thema CMD?

Durch intensive zusätzliche Ausbildungen und Praktika nimmt die Funktionell-Ästhetische Zahnmedizin zwangsmäßig eine deutliche Distanz zur herkömmlichen Zahnheilkunde bei Funktionsproblemen ein. Denn in der FZM steht nach dem Vorbild der Bioästhetik (USA) eine gezielte Untersuchung und Funktionsanalyse, unterstützt durch neueste digitale Mess-Systeme, im Vordergrund. Durch genaueste manuelle und funktionelle Diagnostik, sowie biomechanisch logische Therapiekonzepte können Patienten dauerhafte, funktionell optimale und ästhetische Zahnversorgungen erhalten, die ursächlich Beschwerden, Schäden und Fehlfunktionen des Kausystems sehr erfolgreich behandeln.

Dabei nehmen wir uns für jeden Patienten in der Anamnese und ganzheitlichen Untersuchung die nötige Zeit, um im Therapiekonzept die bestmöglichen Resultate zu erzielen. Es ist notwendig, dem Patienten zu zuhören, seine individuellen Probleme wahrzunehmen und ihn optimal zu informieren. Dazu gehört auch die Erklärung der Wichtigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

Es kann nötig sein, die manuelle Diagnostik auf chiropraktische oder osteopathische Untersuchungen aus zu weiten, da gerade die FZM den Zusammenhang zwischen Kausystem und dem restlichen Bewegungsapparat nach modernsten Erkenntnissen integriert.